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Theater an der Parkaue
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Die Labore

Die Labore der Winterakademie 10

Labor 1

Die Wurst will aus der Pelle

Schaumstoffpuppen – Alltagsregeln – Show

Wer bestimmt, welche Gesetze, Ordnungen und Abläufe unseren Alltag regeln? Das Labor baut Puppen aus Schaumstoff, Draht und kleinen Dingen und begibt sich mit ihnen auf Beobachtungstour: Wie gehen die Menschen über die Straße, wie kaufen sie ein, wie reden sie miteinander und wie essen sie ihre Bratwurst? Wer entscheidet, wie es abläuft und geht das auch anders? Im Labor schütteln sie die Regeln durch, erfinden neue Ordnungen, drehen Gesetze um und organisieren Abläufe neu. Das Labor präsentiert eine Show aus einer frech-fröhlichen, verkehrt-verdrehten Welt mit vielen Puppen, die musizieren, spielen und tanzen.

8 – 11 Jahre

Laborleitung: Niklas Loycke, Solene Garnier, Annika Kuhlmann,

Das Helmi, Puppenspielkollektiv

Labor 2

Ohne Rückfahrkarte zum Mars

Recht und Unrecht – Staatsgründung – Utopien

Das Labor fliegt durch den Weltraum zum Mars. Die Fragen nach einem idealen Zusammenleben im Gepäck erobern sie den Planeten. Wie treten die neuen Herrscher auf? Welche Vereinbarungen treffen sie, welche Regeln erlassen sie, wie wollen sie miteinander leben? Vor ihrer Reise führen die Teilnehmer Interviews mit Berliner Passanten und fragen nach Recht und Unrecht im Hier und Jetzt. Im Labor errichten sie mehrere Stationen, in denen sie über das Zusammenleben auf der Erde ebenso berichten wie über die neuesten Entwicklungen auf dem Mars. In der Präsentation erlebt das Publikum die Utopien einer anderen Welt.

8 – 10 Jahre

Laborleitung: Elise von Bernstorff, Dramaturgin und Performancekünstlerin

Laborbegleitung: Maria Fels

Labor 3

Ich mach, was ich will!

Zeitplan – Interview – Begehbares Hörspiel

Wie viele Minuten am Tag darfst du ohne Regeln machen, was du willst?

Wie viel Zeit des Tages ist bereits verplant, getaktet, ausgefüllt, ohne dass du entscheiden konntest, was passiert? Das Labor untersucht die Spielräume zwischen vorgegebenen Regeln und eigenen Bedürfnissen. Dafür betreiben die Teilnehmer Feldforschung rund um das Theater. Interviews in der Gruppe und mit Außenstehenden werden geführt, Experten eingeladen. Die Forschungsprozesse werden in eine Soundcollage gespeist und dem Publikum über MP3-Player in einem begehbaren Hörspiel präsentiert.

10 – 12 Jahre

Laborleitung: Insa Schwartz und Lotte Schwarz, Kassettenkind

Laborbegleitung: Nadine Boos

Labor 4

Die ZackZack-Demokratie

Konzert – Abstimmung – Shouten

Was ist Gerechtigkeit? Für mich? Für eine Gruppe? Wir stellen die Welt auf Null und suchen danach, was wir rufen und fordern wollen. Recht auf Faulheit? Recht auf Wildheit? Recht auf Alternativen? Recht auf Fehler? Im Labor proben wir Musik, ohne dass wir Instrumente spielen können. Wir begegnen uns über Geräusche. Wir werden eine Band, die nicht gesehen,
aber gehört wird. Wir posieren nicht, aber fangen an, aufeinander zu hören. Wir spielen zusammen und schreiben Texte. Wir verabschieden unser eigenes Gesetzbuch, als Konzert. Was NOISE!

10 – 12 Jahre

Laborleitung: Bettina Grahs, Schauspielerin und Friedrich Greiling, Musiker

Laborbegleitung: Eva Stöhr

Labor 5

„Dem _eutschen _olke"

Die Reichstagsausschmückungskommission 2015

Grafik – Geschichtsschreibung – Reenactment

Das Labor nimmt eine Wortbildkorrektur am Reichstag vor. Wir stellen die Inschrift „DEM DEUTSCHEN VOLKE" zur Diskussion und fragen nach: Wem oder wofür soll der Tempel unserer repräsentativen Demokratie geweiht werden? Welcher Spruch soll ihn im Jahr 2015 zieren, damit sich die Menschen einbezogen sehen? Welches Zeichen soll der Welt aus Berlin gesendet werden? Es entstehen Entwürfe in selbst gestalteten Buchstaben. Als Reenactment werden sie zum Reichstag zurückgetragen und in Videobildern festgehalten. Das Publikum übt sich in der Präsentation in Abstimmungsverfahren und entscheidet live über die Sieger-Inschrift.

10 – 13 Jahre

Laborleitung: Verena Ries, Regisseurin und Janne Schäfer, Bildende Künstlerin

Laborbegleitung: Frank Röpke

Labor 6

Recht + Kind

Videointerview – Forschung – Inszenierung

Anwälte, Richter und Justiziare gelten als Experten des Rechts. Sie haben eigene Dresscodes und Verhaltensregeln und eine nicht immer leicht zu verstehende Sprache. Die Teilnehmer des Labors machen sich selbst zu Rechtsexperten und fragen per Videointerviews bei den Spezialisten nach: Mit welchen Augen sehen sie das Recht, wie lesen sie Gesetzestexte und verfassen Anklageschriften? Wie verändert das Wissen über Rechtsnormen ihr Denken und Handeln? Die jungen Forscher gehen auf Spurensuche in den Gerichtssaal und nehmen die Garderobe von Richtern unter die Lupe. Forschungen und Videomaterial werden künstlerisch in Szene gesetzt.

11 – 13 Jahre

Laborleitung: Martin Keil und Henrik Mayer, Projektgruppe REINIGUNGSGESELLSCHAFT

Laborbegleitung: Stephan Behrmann

Labor 7

Wenn jeder jedem eine reinhauen darf, wer kocht dann?

Regeln regeln das Spiel – Spiele spielen mit Regeln

Am schönsten wäre es, wenn jeder tun könnte, was er will. Aber der Stärkere nimmt den Schwächeren aus und das Gesetz des Stärkeren regiert. Also Gesetze für alle. Wo liegt die Balance zwischen zu vielen und zu wenigen Gesetzen? Das Labor untersucht verschiedene Szenarien des Spiel- Regelns, von „keine Regeln" bis „ganz viele Regeln". Es werden so lange Regeln gemacht, bis nichts mehr geht. Ein lebensgroßes Spielfeld entsteht, in dem Bilder, Zeichen und Bauten errichtet werden: eine Welt voller Regeln, die veränderbar ist und Gesetzeskraft hat.

12 – 14 Jahre

Laborleitung: Henrik Schrat, Bildender Künstler

Laborbegleitung: Doris Enders

Labor 8

Gerecht war gestern

Performance – Rhythmus – Urteil

Das Labor spürt archetypische Szenarien von Recht und Gerechtigkeit auf. Dafür stürzen sich die Teilnehmer in die Grimmschen Märchen. Sie untersuchen die Motive von Raub, Mord, Gewalt und fragen, ob dem Wolf der Bauch aufgeschlitzt werden muss, ob er für seinen Hunger zu verurteilen ist und welche Rolle in dem Spiel den Geißlein zufällt. Der Richter hat das letzte Wort – doch wie kommt er zu seinem Urteil? In welchem Rechtssystem erwartet wen welche Strafe? In der Präsentation erzählt eine Gerichtsverhandlung von Normen und Widersprüchen der Rechtsordnung.

12 – 15 Jahre

Laborleitung: Judica Albrecht, Schauspielerin und Hans Narva, Musiker

Laborbegleitung: Michèle Fischer

Labor 9

The Real Game

Analoges Game Design – Spiel-Mission – Ungehorsam

Ein Labor mit Computerspielen, jedoch ohne Bildschirm und Controller.

Wir experimentieren mit virtuellen Realitäten. Welche wollen wir in unser tägliches Handeln übertragen und welche besser nicht? Wir entwickeln realistische Spiel-Missionen und Hindernisse, denken uns eine fesselnde Story aus und simulieren eine Modifikation zu unserem bisherigen Leben. Eine Anleitung zum Ungehorsam. Wir basteln, bauen, schrauben, malen Pixel, bis ein analoges Echt-Welt-Spiel vor uns steht, in dem unsere eigenen Regeln und Gesetze gelten. Man muss nur den Rechner herunterfahren und es kann sofort losgehen. Systemvoraussetzungen und Vorkenntnisse: keine!

14 – 16 Jahre

Laborleitung: Mirko Winkel, Performancekünstler

Laborbegleitung: Irina-Simona Barca

Labor 10

Rasende Reporter_innen im Recht

Recherche – Redaktion – Online-Magazin

Der Laborraum verwandelt sich in eine Redaktion. Konzipiert wird ein Pop-Magazin, das sich den heute brennendsten Fragen zum Thema Recht widmet: Kein Aufatmen in der Asylpolitik; Die zehn größten Ungerechtigkeiten in Berlin; Alltag im Gefängnis; Die besten Popsongs über Illegalität; Mode im Gericht. Die Reporter_innen, Zeichner_innen, Fotograf_innen können sich in allen journalistischen Formaten ausprobieren, von Artikel über Reportage und Interview bis hin zur Foto-Serie, aber auch in Comic oder Witzkolumne. Sie gehen in der Stadt auf Recherchejagd. Am Ende der Woche präsentieren sie das Magazin in einem ganz eigenen Format.

16 – 20 Jahre

Laborleitung: Margarita Tsomou, Performancekünstlerin

Laborbegleitung: Lina Zehelein, Daniel Cremer


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