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Theater an der Parkaue
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YOUR NORMAL FREAK

Laborbericht nach Ende der Akademiewoche

Gudrun Herrbold
Freak 1
Das englische Wort FREAK bedeutet im Deutschen „Spielerei, Monstrum, verrückter, abnormer Kerl.“ 6 Tage lang haben sich die deutsch/ungarischen Teilnehmer zwischen 16-20 Jahren in ihren persönlichen Freak verwandelt. Am Anfang stand die Aktion, nicht der Diskurs. Probiere Bewegungen, Sounds, spiel dein Monster und befrage es: Are you in love? Lucky ore not? What´s your „dark side“? Which questions do you have to the world?

So entstanden Ohrzwerge, die in die Gehörgänge von Menschen schlüpfen und ihnen revolutionäre Dinge zuflüstern, ein Ex-Footballspieler-Zombie, dessen Lieblingsmusik die Schreie Anderer sind und eine Frau ohne Knochen, die einsam im toten Meer lebt und Bilder mit Wasserfarben unter Wasser malt.

Freak 2
Diese „Freaks“ suchten sich ihr persönliches Objekt und drehten gemeinsame Geschichten mit der Videokamera: ein Verlängerungskabel liebt einen alten Tennisball, killt fast aus Eifersucht den Wasserflaschennebenbuhler, bevor alle drei glücklich ihre „menage á troi“ im toten Meer antreten.

In WONDERWORLD lässt sich ein weißes Kissen von einer Wäscheklammer zur Revolution verführen und in SLIME flüstern sich die Gegenstände Dinge zu: „Usually i communicate with bubbles in different sizes-why can´t i look into the inside of all the stuff in the world?-I fall in love with a guys car and my voice is the voice of the guys car?-I´m not intelligent, but I do intelligent things.“

Normalität ist anders, of course! „I am so happy!“ sagt zum Schluss LITTLE RED RIDING HOOD live auf der Bühne, während im Hintergrund ein Video 12 Freaks zeigt, die lärmend und zappelnd durch ein Lichtenberger Shoppingcenter ziehen. „Jeht doch in den Westen“ kommentiert ein Passant die Aktion.


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