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Theater an der Parkaue
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DER SCHATTEN DES DON QUIJOTE: WIE ERZÄHLT MAN DAS?

Theaterprojekt zur WINTERAKADEMIE 3 von TIYATROTEM

Ein Mann will eine Geschichte erzählen. Zum Beispiel die Geschichte von Don Quijote. Dann fällt ihm ein, dass Kinder vielleicht ganz andere Dinge erzählen würden: "Was würde ein Kind erzählen wollen? Und wie würde es das erzählen wollen? Aber weiß ein Kind das? Warum nicht?" Prompt taucht plötzlich ein Kind auf, dem der Mann diese Fragen stellen kann.

In DER SCHATTEN DES DON QUIJOTE: WIE ERZÄHLT MAN DAS? wird Geträumtes und Gedachtes in Bilder übersetzt. Es ist ein Stück über das Erzählen von Geschichten, dessen Komik durch die Schwierigkeiten zweier Schauspieler, einer Puppe und eines Schattens beim Übersetzen von Sprache(n) in Bildern entsteht.


Puppenspieler / Darsteller: ŞEHSUVAR AKTAS, AYSE SELEN

Puppen: Şehsuvar Aktas

Dramaturgie: Çetin Sarıkartal


Şehsuvar Aktas & Ayse Selen
Şehsuvar Aktas und Ayse Selen führen Regie, spielen selbst, sind in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und verfassen Drehbücher. Seit 2000 produzieren sie unter dem Namen TIYATROTEM gemeinsam Theaterstücke.


Dr. Çetin Sarıkartal
Dr. Çetin Sarıkartal ist Regisseur und Dramaturg. Er arbeitet als assoziierter Professor und Koordinator im Graduiertenprogramm des Instituts für Film und Theater an der Kadir Has University in Istanbul. Er veröffentlichte Artikel zu Kunst, Theater und türkischem Kino. Seine jüngsten Arbeiten in Zusammenarbeit mit TIYATROTEM sind III. Riçırd Faciası, basierend auf Shakespeare's Richard III, und Tartüf Bey, basierend auf Molière's Tartuffe.



TIYATROTEM ist eine Off-Theatergruppe aus Istanbul mit einem eigenen Atelier, die sich auf eine moderne Inszenierungsweise des traditionellen türkischen Schattentheaters spezialisiert hat. Im Kern besteht TIYATROTEM aus Ayse Selen und Şehsuvar Aktas. Je nach Produktion ist auch der Dramaturg und Theoretiker Çetin Sarıkartal beteiligt. In ihrem Atelier stellen Ayse Selen und Şehsuvar Aktas ihre Produktionen her und bringen sie an unterschiedlichen Orten – auch international – zur Aufführung. Über sich selbst schreiben sie:

"Von den tradierten Formen des Erzählens bis hin zum zeitgenössischen Theater zeigen die Einsatzmöglichkeiten theatraler Mittel im Theater mit Puppen wie im Karagöz (türkisches Schattentheater), Ortaoyunu (Improvisationstheater), Meddah (Storytelling) und Tekerleme (freche, schlagfertige kurze Märchen im türkischen Erzähltheater), dass das Erzählen von Geschichten und später das Volkstheater unentwegt pendelte zwischen Illusionsbehauptung und Illusionsbrechung und dass die Texte stets selbstreferentiell waren.

TIYATROTEM bricht zu einer Reise auf, um dieses wunderbare, aber schwierige Erbe zu bergen. Die Stücke LAHANA SARMA (DER KOHL), BÖYLE DEVAM EDEMEYIZ (SO KÖNNEN WIR NICHT WEITERMACHEN) und ALEM BUYSA KRAL ÜBÜ ( WENN DIE WELT SO IST, IST UBU DER KÖNIG) sind gekennzeichnet durch die charakteristischen Merkmale des Tekerleme, eine symmetrische Anordnung bzw. Wiederholung von Momenten, Situationen und Ausdrücken sowie Imitationen, falsche Aussprache, selbstreferentielles Spiel, aus der Rolle treten, die Rolle in der Rolle, der Akt im Akt, Verfremdungseffekte und eine Vermischung von Ironischem und Groteskem, was ebenso zur Erzähl- und Theatertradition in der türkischen Kunst gehört."




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