Das Wichtigste an der WINTERAKADEMIE ist für mich, dass die Beteiligten, gleich welcher Herkunft, künstlerisch an einem Thema arbeiten. Der damit verbundene Einblick in fremde und andere Lebenswelten
außerhalb der Schule macht die Vielfalt unserer Gesellschaft und den Reichtum
an Möglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen erfahrbar. Am Ende jeder WINTERAKADEMIE steht nach einer Woche intensiven Arbeitens der Präsentationstag, an dem alle künstlerischen Labore ihre Forschungsergebnisse öffentlich vorstellen.
Eltern, Verwandte, Kollegen, Berliner Fachpublikum, Neugierige und Akteure der kulturellen Bildung stürmten in diesem Jahr das THEATER AN DER PARKAUE. Da es bei der Vielzahl an Laboren nicht möglich ist, alle Präsentationen erleben zu können, erhielten die über 400 Besucher eine persönliche Route für ihre Tour durch das gesamte Haus und per Bus an den Bahnhof Lichtenberg sowie in die Hallen eines Asia-Großmarktes. Durchschnittlich konnten fünf bis sechs Labore erlebt werden. Gerade für einen Intendanten eine schwierige Situation!
Er sieht freudige, aufgeregte, verwandelte Gesichter. Und ist verzweifelt, bestimmte Labore nur über das Hörensagen kennen zu lernen. Er staunt über das Gesehene. Er gratuliert und ist leidenschaftlich um Verständnis bemüht, sich nicht vierteilen zu können. Und doch ist es gerade dieser Tag, an dem er sich nichts sehnlicher wünscht.
Der Dank gilt allen Mitarbeitern des THEATER AN DER PARKAUE, den Organisatoren, den Künstlern, Partnern und Sponsoren, ohne die das Ganze nicht einmal denkbar gewesen wäre. Und natürlich auch allen Eltern, Erziehern sowie Kindern und Jugendlichen, die mit einer großen Aufgeschlossenheit und Vitalität die Reisen ins offene Reich der Kunst gewagt und unterwegs so manche Freundschaft geschlossen haben.
Kay Wuschek
Intendant des THEATER AN DER PARKAUE, Junges Staatstheater Berlin