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Theater an der Parkaue
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SHOW THE SHOW

Laborbericht nach Ende der Akademiewoche

Ana Bilankov

Das Labor SHOW THE SHOW wollte Modenschauen als ein gesellschaftlich-mediales Phänomen mit den ihm innewohnenden und etablierten „Abnormalitäten" befragen und aus dieser Beschäftigung heraus eine abseitige Modenschau entwickeln. Anhand der Videoaufnahmen einer professionellen Modenschau wurden die Codes der Modewelt - die Bewegungen auf dem Catwalk, Kleider und Geschlechter - untersucht und anschließend der „normale" Gang auf dem Laufsteg mit Gesten und Posen adaptiert. Die Diskussion über den Model-Beruf sowie der Fragebogen zum Casting Germany´s Next Topmodel führten zum gegenseitigen Vermessen des Körpers sowie zu Videointerviews: „Warum bist du das nächste Supermodel?". In den Interviews haben die Teilnehmerinnen spielerisch die Perspektive von Topmodels eingenommen und dabei aber nie ganz ihre kritische Haltung gegenüber diesem Beruf abgelegt. Die Interviews wurden von den Teilnehmern auf Video aufgezeichnet und mit „back-stage"- Videofragmenten zusammengeschnitten. Das Video war Bestandteil der Präsentation am Ende der Akademie.

Unter der Anleitung Romy Ellrich wurde jeder Tag mit verschiedenen Körperübungen begonnen, später auch mit Rollenspielen. Dadurch sollte die Körperwahrnehmung und das Gruppengefühl der Jugendlichen gestärkt werden. Das Schauen und Besprechen des Films „ Little Miss Sunshine" hat die Fragen nach den gesellschaftlichen „(A)normalitäten" forciert und fand Eingang in die Überlegungen zur eigenen Modenschau. Im ersten Teil unserer Präsentation Tun wir so, als wären wir normal, Kollektion Winter / Sommer 2007 wurde zuerst der zu erwartende Gang über den Catwalk ausgeführt, um diesem dann einen anderen Gang entgegenzusetzen, der nicht der Erwartungshaltung des Publikums entsprach. In einer diskoähnlichen Situation am Schluss konnten die jungen Models wild zu der rebellischen Musik von The Clash tanzen und sich dabei als normal empfinden. Der von den TeilnehmerInnen choreografierte zweite Teil Stars Wars, Kollektion Sommer / Sommer 2093, bediente sich motivisch bei der bekannten Serie. Weiterhin wurden gebrauchte Kleider aus dem Theaterfundes Teil der Modenschau, wodurch sie die Dimensionen eines eklektizistisch-barocken Theaterspiels um Liebe und Tod auf dem Catwalk annahm, das aber immer wieder mit den „Posen" einer Modenschau gebrochen wurde. Wenn man so will eine auf die Spitze getriebene Katastrophenvision zukünftiger Modeschauen.


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