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Theater an der Parkaue
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KÖSZÖNÖM und DÖNKÖSCHÖN

Laborbericht nach Ende der Akademiewoche

Judith Siegmund

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Labors waren zwischen 17 und 19 Jahre alt. In solch einem Alter ist die Frage nach der Geschichte, der gesellschaftlichen Situation, der Struktur und dem Klang verschiedener Sprachen nicht unbedingt die dringlichste Frage, die einem so einfällt. Dem entsprechend kann man den Verlauf des Labors als einen Prozess der Annäherung an die Unterschiedlichkeit der beiden Sprachen des Deutschen und des Ungarischen beschreiben, der über eine Woche lang von allen Beteiligten vorangetrieben wurde. Verstehen und Nicht-Verstehen, die wir in vielen Situationen erleben, wurden in vielen Rollenspielen und Übungen auf der Bühne erfahrbar gemacht. Der Wunsch, viel zu spielen, war bei fast allen spürbar – ein Lustgewinn. Das Nachdenken darüber, was wir eigentlich spielen und warum, war nicht nur Lust, sondern Arbeit.

Das konzentrierte und manchmal vielleicht auch anstrengende Arbeiten wirkte sich aber aus: erstens in dem Erfolg, den alle erleben konnten, als die Interaktion mit dem Publikum während der Präsentation funktionierte und zweitens, für mich, als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Labors resümierten, sie hätten viel in der Woche gelernt.

Die besondere Frage, die für mich während der WINTERAKADEMIE entstand, ist die Frage nach dem Verhältnis von Reflexion und direktem körperlichem Ausdruck dessen, worüber man nachdenkt.


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