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Theater an der Parkaue
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ICH & ICH

Laborbericht nach Ende der Akademiewoche

Constanze Fischbeck
pommes
Ziel des Labors war es, das eigene Ich in seiner Vielheit wahrzunehmen und diese vielen Ichs in einem breiten Spektrum an Darstellungen festzuhalten. Hierfür bedienten wir uns der Techniken des Zeichnens und des Videos.

julien
Die Teilnehmer waren zwischen 11 und 16 Jahren alt und bildeten eine sehr heterogene Gruppe. Zwei bis drei Tage brauchten sie, um miteinander warm zu werden, wobei sich dennoch kleine Grüppchen bildeten. Diese Entwicklung haben wir dann in der Präsentation aufgegriffen, indem jeder Teilnehmer auf der Bühne einen begleitenden Kameramann an die Seite gestellt bekam.

Paar
Zu meiner Überraschung hatte keiner der Teilnehmer Angst oder Scheu zu zeichnen oder sich etwas Neues zuzutrauen, wie z.B. einen Comicstrip zu entwickeln oder vor der Kamera über sich selbst zu sprechen.

In jedem Medium wurde sehr schnell gearbeitet. So wurden Geschichten in Form kleiner Dialoge zu den Comicstrips aufgeschrieben oder Objekte aus den monsterähnlichen Selbstporträts gebaut. Die Ergebnisse in der Gruppe anzuschauen und sich gegenseitig zu beschreiben war schon anstrengender. Und die Ergebnisse daraufhin wesentlich zu qualifizieren, dafür fehlte oft die Geduld.

posen
So sind lauter Momentaufnahmen entstanden. Die Frage, ob das Selbstporträts seien und etwas über sie ausdrücken würde, hätte jeder verneint. Wir haben dann am Ende der Akademiewoche die verschiedenen Splitter bzw. Skizzen zu einer Installation auf der Bühne zusammengefügt. Auf der Bühne saßen dann die Teilnehmer in einzelnen Sequenzen sich selbst im Video gegenüber, was große Überwindung forderte. Aber für wen wäre das anders?!

tattoo
Die Installation bestand weiterhin aus der mitgebrachten Lieblingsmusik, dem auf den Körper aufgetragenen und abgefilmten Tattoo, Videointerviews, einem Zeichentrickfilm sowie der dazugehörigen Geschichte, einer in ein Objekt transformierten Zeichnung und einem Statement, was man als König von Deutschland verbieten oder erlauben würde. Dass die Einzelteile doch ein Porträt ergeben würden, hat die Jugendlichen selbst überrascht. Noch ein bisschen ungläubig haben sie sich über den großen Applaus gefreut.

kenn und ich
Feststellbar war im Laufe des Prozesses, dass es zwei gegenläufige Interessen gab. Einerseits wollte natürlich jeder die neun neuen Leute kennen lernen und andererseits gab es die Anforderung, sich auf sich selbst zu konzentrieren, weil es um die Entwicklung von Selbstporträts ging.


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